All posts by ura-dresden

About ura-dresden

Wir als URA (Undogmatische Radikale Antifa Dresden) machen seit 2011 kontinuierlich politische Arbeit. Bildete Antifaschismus lange unseren Themenschwerpunkt, versuchen wir zur Zeit unsere Arbeit in weiteren Aspekten linksradikaler Politik zu intensivieren. Reaktionäre Ideologien wie Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Nationalismus und viele mehr sind tief in der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft verankert. Eine Gesellschaft, in der Menschen nach ihrer Verwertbarkeit eingeteilt werden, in der jede*r unter Leistungszwang und Konkurrenz zueinander steht und in der Menschen aufgrund sozialer Konstrukte wie „Geschlecht“, „Rasse“ oder „Klasse“ diskriminiert werden, kann für uns nicht das „Ende der Geschichte“ sein. Der Spagat zwischen Kritik dieser Verhältnisse und einer daraus resultierenden Praxis einerseits, und gerade in Dresden und der sächsischen Provinz weiterhin notwendigen antifaschistischen Interventionen gegen die ekelhaftesten Auswüchse dieser Zustände andererseits, bildet den derzeitigen Schwerpunkt unserer politischen Arbeit. uradresden.noblogs.org

Ketten sprengen – Zum G20-Gipfel in Hamburg: Hafen lahmlegen – Veranstaltungsreihe von critique’n’act

Die Kriegskunst des Kapitals

Zur Rolle der Logistik bei den Protesten gegen den G20-Gipfel:
07. Juni 2017, 20 Uhr, Kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

Der G20-Gipfel in Hamburg Anfang Juli wirft seine Schatten voraus. Neben den altbekannten Verwalter*innen des Neoliberalismus, werden auch Trump, Erdoğan, Modi und Putin kommen – selten war die Quote autoritärer Gipfelteilnehmer*innen so imposant. Dennoch mobilisiert das kommunistische …ums Ganze!-Bündnis nicht an die Zäune der Politiker*innen, sondern in den Hamburger Hafen, Deutschlands „Tor zur Welt“. Denn in Hamburg tagt der G20-Gipfel und wird vermeintliche Krisenlösungen autoritär-populistische Zuschnitts, neoliberaler Weiterverwaltungen oder linksliberaler Steuerversuche zur Schau tragen und, so oder so, an der alltäglichen Armut, Ausbeutung und Abschottung kaum etwas ändern. Wir meinen, dass es dagegen eine Kritik braucht, der es ums Ganze geht. Continue reading Ketten sprengen – Zum G20-Gipfel in Hamburg: Hafen lahmlegen – Veranstaltungsreihe von critique’n’act

17. Juni: Braune Scheisze die Elbe runterspülen

Schon ein flüchtiger Blick in den kurzen Aufruf der NPD lassen erkennen, dass da inhaltlich wieder einmal nichts kommt. Eine Prise Geschichtsverdrehung, eine gute Portion mimimi darüber, dass Menschenfeinde und (Neo-)Nazis als das tituliert werden was sie sind: Menschenfeinde (Neo-)Nazis und natürlich ein ordentlicher Schwall völkisch-nationalistischer Scheiße und et voila! Fertig ist das, selbst für den Dresdener Ableger, dünne Elaborat der teutonischen Hero*innen der NPD.

Wir wissen um die Tatsache, dass Dresden mindestens einmal wöchentlich die Möglichkeit bietet Menschenfeinden die Stirn zu bieten. Wir wissen auch darum, dass es einem Kampf gegen Windmühlen gleich kommt, in Dresden für (Mit-)Menschlichkeit, Solidarität und gegen Hass auf die Straße zu gehen. Der (Neo-)Naziauflauf am 17. Juni 2017 ist auch nur eine weitere Episode im Film „D – Eine Stadt sucht ihre Empathie“. Dennoch denken wir, dass es nötig ist zu versuchen auch dieser Veranstaltung etwas entgegenzusetzen.

Es gibt eine gemeinsame Anreise mit der S-Bahn (S2). Diese fährt 10:32 Uhr vom Bahnhof Dresden-Neustadt und 10:41 Uhr von Dresden-Hauptbahnhof.

Unsere Pressemitteilung zu den Protesten findet ihr hier.

Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa! Demo am 6.5.!

Am 06.05.2017 werden die Rassist*innen aus dem Umfeld von Thügida eine Demonstration unter dem Motto „Pro Marine Le Pen“ in der Dresdner Altstadt durchführen. Sie soll ein „Zeichen für ein Europa der Völker und Nationen“ sein und fordert einen erstarkenden Nationalismus in Europa. Dabei werden Redner*innen aus unterschiedlichsten europäische Ländern erwartet.

Diese rassistische Hetze können und wollen wir nicht unwidersprochen lassen!

Deshalb wollen wir mit euch am 06.05.2017 um 13:30 Uhr auf dem Neumarkt gegen den Rechtsruck in Europa und gegen Thügida demonstrieren – für eine tolerante und emanzipatorische Gesellschaft. Continue reading Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa! Demo am 6.5.!

1.Mai – Alle auf nach Halle! Naziaufmarsch verhindern!

Zum 1.Mai mobilisieren mehrere (Neo-)Nazigruppen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Halle, um da eine Demonstration durchzuführen. Es wird mit mehreren hundert bis tausend militanten (Neo-)Nazis gerechnet, welche von der Innenstadt bis in die „Homezone“ der lokalen und militanten (Neo-)Nazigruppierung „Brigade Halle“, in den Stadtteil Silberhöhe laufen wollen. In Halle versuchen sich aktuell unterschiedlichste Nazigruppierungen breit zu machen, von Identitärer Bewegung über die AfD, rechte Anti-Merkel Ini´s bis zur „Brigade Halle“. Letztere Gruppierung suggeriert in Halle Silberhöhe eine Art Bürger*innenpolizei, welche für die Anwohner*innen eine Alternative zum Rechtsstaat anbietet, sprich mit Gewaltauftritten auf sich aufmerksam macht und angeblich „Recht und Ordnung“ aufrecht erhält. Höhepunkte rechter Gewalt in Halle waren letztes Jahr Messerangriffe und Wohnungsbesuche gegen linke Menschen. Konsequenzen für die (Neo-)Nazis hatten die Übergriffe nie, eher wurden sie von Politik und Polizei herunter gespielt. Die Redner*innenliste (Christian Worch, Dieter Riefling, Alexander Kurth, etc.) der Demonstration, welche von der Partei „Die Rechte“ angemeldet wurde, lässt erahnen, welches Spektrum an (Neo-)Nazis kommen wird. Schon seit Mitte letzten Jahres mobilisieren jene militanten (Neo-)Nazis nach Halle, welche für die Ausschreitungen zum 1.Mai in Saalfeld 2015 und Plauen 2016 verantwortlich waren. Aktuell distanziert sich der 3.Weg von den „Schwarzer-Block-Nazis“, weshalb diese aufrufen nach Halle zu fahren.

Deshalb rufen wir euch auf, zahlreich nach Halle zu fahren und die Gegenproteste gegen den (Neo-)Naziaufmarsch zu unterstützen. Wir supporten die Aktionen vom antifaschistischen Bündnis „Nice to Beat You“ und werden gemeinsam mit allen couragierten Antifaschist*innen versuchen den Naziaufmarsch zu verhindern. Die bundesweite Mobilisierung und das zusammenziehen militanter Nazigruppierungen nach Halle, deutet auf eine Eskalationstrategie am 01. Mai hin. Diese müssen wir unterbinden! Denn sollte die Demonstration erfolgreich durchgeführt werden, bestärkt dies die lokalen (Neo-)Nazigruppierungen. Wir werden auf die Straße gehen um den Nazis den Tag zu vermiesen und für unsere Utopien. Denn linksradikaler Antifaschismus ist mehr als Nazis blockieren und der Kampf gegen faschistische Gruppen. Es muss ums Ganze gehen.

Deswegen kauft euch Tickets für den Bus! Sollte der erste Bus rechtzeitig voll werden, haben wir genug Zeit einen zweiten zu ordern.
Fahrkarten können ab sofort im König Kurt erworben werden. Selbstkostenpreis ist 13,12€. Der Richtpreis liegt zwischen 10 und 15€.

Kommt mit uns nach Halle um den Naziaufmarsch zu verhindern und für eine emanzipatorische Gesellschaft einzustehen!

Gegen (Neo-)Naziaufmärsche auf die Straße! Kein Fussbreit den Faschisten!

 

[Update] Am 01.Mai: Alle nach Halle! Mobivortrag und gemeinsame Anreise!

Für den 1. Mai 2017 hat die Neonazi-Partei „Die Rechte“ eine Demonstration zum sogenannten „Arbeiterkampftag“ in Halle/Saale angemeldet. Die bisher aufrufenden Gruppen lassen eine Anreise mehrerer Hundert militanter (Neo-)Nazis aus ganz Deutschland erwarten. Eine entsprechende antifaschistische Gegenmobilisierung möchte unter dem Motto „Nice to beat you“ den Naziaufmarsch mit allen dazu bereit stehenden Mitteln verhindern. In der Mobi-Veranstaltung wollen Genoss*innen aus Halle euch einen Überblick zu den rechten Akteur*innen geben. Wir informieren euch natürlich auch über geplante Gegenproteste und laden euch dazu ein, das Tagesgeschehen gemeinsam oder in eurer Bezugsgruppe aktiv zu gestalten.

Die Mobiveranstaltung findet am 29.03. 20:00 Uhr im AZ Conni (Rudolf Leonhard Straße 39) statt. Gleichzeitig gibt es auch eine Küfa. Für eine gemeinsame Anreise wird es aus Dresden einen Bus nach Halle geben. Karten könnt ihr euch für 10-15 € im Buchladen König Kurt kaufen.

Das Prager autonome soziale Zentrum Klinika muss bleiben!

Sofern sich nichts ändern wird, wird das autonome soziale Zentrum Klinika in Prag im Sommer geräumt. Lasst uns also etwas ändern! Kommt am 9. April zur Demo für den Erhalt der Klinika. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr am Náměstí míru in Prag.

In der Klinika pulsieren Beziehungen, Treffen, Veranstaltungen, die im Rest der Stadt abgedrängt sind: selbstverwaltetes Instandsetzen des verfallenden Gebäudes, offener Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen, alternative Kultur und das Organisieren radikaler Politik, die sich dem bräunlich-autoritären Ruck um uns herum entgegenstellt. Wir wollen Euch jetzt nicht mit Reklame überhäufen, alle stattgefundenen Veranstaltungen aufzählen und Euch von unserer Arbeitsamkeit überzeugen. Wir wollen lediglich die Erfahrung weitergeben, die wir in den letzten zwei Jahren gewonnen haben und die heisst: Prag braucht die Klinika – und Menschen, die entschlossen sind, sie mit Leben zu füllen, gibt es hier genug! Continue reading Das Prager autonome soziale Zentrum Klinika muss bleiben!