Schlagwort-Archiv: Dresden

Vorbereitungen zum 17.Juni haben begonnen

Für den 17. Juni haben die Nazis wieder eine Demonstration angemeldet. Wie schon in den letzten 2 Jahren soll diese wieder am Postplatz beginnen. Wiedereinmal ist der Anlass die Verdrehung der Geschichte des Arbeiter_innen-Aufstands 1953 in der DDR, dieser wird genutzt um eine Verbindung in die Gegenwart herbeizuhalluzinieren.

Es wird damit ein neuer fester Termin von den Organisatoren NPD und Netzwerk Mitte in Dresden etabliert.

Dies müssen wir gemeinsam verhindern! Deshalb haben die Vorbereitungen für Gegenproteste begonnen. Wir arbeiten derzeit an Mobimaterial und einem Aufruf. Am 14. Juni wird es im Rahmen des OATs eine Infoveranstaltung zum darauf folgenden Sonntag, den 17. geben. Wenn Ihr Lust habt auf eine Infoveranstaltung in Eurer Stadt, schreibt uns eine Mail!

Außerdem haben sich auch Zivilgellschaftliche Gruppen zusammen gefunden, um gegen den Aufmarsch mobil zu machen.

Also haltet Augen und Ohren offen, bald gibt es mehr Infos, schaut einfach regelmäßig hier vorbei!

Nazis keinen Fußbreit!

Mit dem Bus nach Frankfurt am Main! Antikapitalistischen Aktionstag unterstützen!

Am 31. März wird in Frankfurt am Main im Rahmen eines Europäischen Aktionstages gegen den Kapitalismus eine Großdemonstration für die Überwindung des Krisensystems Kapitalismus statt finden.

Diese wird maßgeblich vom M31-Bündnis organisiert, welches sich für eine Europaweite emanzipatorische kapitalismuskritische Vernetzung mit linken Gruppen und libertären Basisgewerkschaften einsetzt.

Dieses wird u.a. unterstützt von der Interventionistischen Linken, dem …Ums Ganze!-Bündnis und der FAU.

Wir unterstützen das Regionale M31-Bündnis für Sachsen, welches nun einen Bus organisiert, der von Dresden nach Frankfurt zum Aktionstag fährt. Im Mittelpunkt wird voraussichtlich die Demonstration stehen. Sie wird am Hauptbahnhof starten, durch die Innenstadt, vorbei an Occupy-Camp und dem aktuellen Sitz der Europäischen Zentralbank bis hin zur Großbaustelle für den künftigen Sitz der EZB führen.

Für 15 Euro pro Person könnt Ihr Euch die Bustickets holen, fragt dazu am besten im Buchladen König Kurt nach oder schickt eine Mail an bus_frankfurt@hushmail.com.

Über diesen kontakt könnt ihr weitere Infos erfahren, oder Tickets reservieren. Genauere Infos zur Fahrt (wie Ort und Uhrzeit) könnt Ihr den Ticktes entnehmen. Durch die Einnahmen der Fahrkarten sind die Kosten für den Bus jedoch beiweitem nicht gedeckt. Bitte spendet einen Solibeitrag, um diese Fahrt zu ermöglichen und damit auch perspektivisch Ideen für gemeinsame Busfahren nicht von vornherein an der Finanzfrage zerplatzen!

Spenden an:

Rote Hilfe Dresden Konto: 609760434
BLZ 36010043
Postbank Essen
Stichwort: „M31"

 

Holt Euch Tickets für den Bus und beteiligt Euch an den Protesten für die Überwindung des kapitalistischen Systems!

Staat. Nation. Kaptal. Scheiße!

Demo am 18. Februar 2012 in Dresden

Ca. 10 000 Menschen demonstrierten am Samstag, den 18.02.2012 gegen Sächsische Verhältnisse und feierten den Erfolg der Blockaden gegen die geplanten Nazigroßaufmärsche in den letzten 2 Jahren in Dresden. Der bleibende Eindruck des Tages ist, dass es bis jetzt und wohl auf weitere Jahre mit Abstand die größte linke Demonstration in Dresden gewesen ist. Es ist natürlich zu begrüßen, dass so viele Menschen hier her gekommen sind, insbesondere, dass diese hauptsächlich aus dem Antifa-Spektrum kamen. In Anbetracht dieser Tatsache hätte sich diese Demo jedoch energischer und kraftvoller gestalten können.

Angesichts dessen, dass die Teilnehmer_innenzahl der Kundgebung der städtischen „AG 13. Februar“ am Schlossplatz, mit ca 1000 Menschen weit weniger betrug, als von den Veranstaltern erwartet, wird deutlich, dass No Pasarán und Dresden Nazifrei auch über die entsprechenden Tage der Blockaden hinaus, trotz Spaltungsversuchen durch Repression und scheinbarer „Protsest auf Sicht- und Hörweite“-Zugeständnisse durch die Stadt mithilfe genannter AG, eine große Zahl an Unterstützer_innen hat.

Nun kommt es vor Ort darauf an, dies zu nutzen, anstatt sich darauf auszuruhen und sich jedem Naziaufmarsch in den Weg zu stellen.

Dazu gibt es auch einen kurzen Redebeitrag von uns (thx2h.t.!), welcher auf der Demo gespielt wurde und nun auch hier nach zuhören ist.

URA-Redebeitrag 1802

Weitere Berichte sind hier zu finden:

http://www.addn.me/antifa/siamo-tutti-antifascisti/

http://www.dresden-nazifrei.com/index.php?option=com_content&view=article&id=338%3Adresden-im-februar-2012-nazifrei&catid=1%3Aaktuelle-nachrichten&lang=de

 

 

++++++Update 13. Februar!+++++++++

+++++++Hier noch neue Infos für morgen, den 13. Februar:

Alle Leute, die nicht am Täterspuren-Mahngang teilnehmen wollen aber gegen Nazis protestieren wollen, kommen morgen bitte 16 Uhr zum Schützenplatz.

Diese Kundgebung ist auch auf der neusten Karte von Dresden-Nazifrei eingetragen. Dort findet ihr jetzt sogar die Naziroute. Die Kundgebung, welche wir allen Menschen aus Dresden nahe legen möchten, ist der Punkt D.

Wichtige Nummern, Ticker etc. findet ihr  hier zusammengefasst.

Bezüglich des Täterspurenrundgangs möchten wir darauf hinweisen, dass es sich dabei um einen Mahngang handelt und nicht primär um eine Demonstration gegen Nazis.++++++++++++++

Aktuelle Infos zum 13. Februar

Am Montag, den 13.02.2012, wird es den alljährlichen Fackelaufmarsch der Nazis geben. Deswegen sind wieder zahlreiche Gegenaktionen geplant. No Pasaran wird gemeinsam mit Dresden Nazifrei darauf setzen, den Aufmarsch zu verkürzen, es am besten gar nicht erst dazu kommen zu lassen oder ihn wenigstens zu stören. Genutzt wird hierfür das bewährte Mittel der Menschenblockaden.

Es gibt mehrere Kundgebungen, welche angemeldet sind. Diese sind alle in den Karten verzeichnet. Diese könnt ihr hier und hier ausdrucken oder euch bei Infopunkten von Dresden Nazifrei abholen. Auf den Kundgebungen könnt ihr euch mit warmen Essen und Trinken versorgen, euch ausruhen und werdet mit neuen Infos gedeckt.

Die Polizei ist ab 8 Uhr in der Stadt unterwegs. Seid demzufolge früh unterwegs und achtet auf euch.Vermutlich geht der Naziaufmarsch gegen 18 Uhr am Bahnhof Mitte los. Seid euch bewusst, dass sich der Auftaktort und die Route der Nazis jederzeit ändern kann. Checkt deswegen die Seiten von No Pasaran, Dresden Nazifrei und unseren Blog.

Besonders ans Herz gelegt sei der Täterspurenrundgang, zu dem sich 13 Uhr am Comeniusplatz getroffen wird und der am Hauptbahnhof enden wird. Falls ihr es nicht schafft beim Täterspurenrundgang direkt dabei zu sein, könnt ihr gern an der Abschlusskundgebung am Hauptbahnhof dazu stoßen.

 

Die aktuellen Infos am Tag bekommt ihr über die Ticker vom Anarchistische Info Kollektiv und Dresden Nazifrei. Gut informiert seid ihr auch über das Aktionsradio von ColoRadio auf 98,4 und 99,3 MHz und im Livestream ab 15-23 Uhr.

Passt dabei auf, da sich immer kleinere und auch größere Gruppen von Nazis in der Stadt bewegen können! Denkt außerdem an warme Sachen, an Essen/ Trinken, ein sicheres Handy…etc.!
Außerdem ist es wichtig, wenn ihr Festnahmen beobachtet oder selbst davon betroffen seid, dass ihr euch beim EA meldet: 0351-89960456!! Das Benutzen von Bussen und Bahnen ist am diesem Tag nur eingeschränkt möglich.

Organisiert euch, seid zahlreich und entschlossen!
No pasaran! – Sie kommen nicht durch!

27. Januar – Gedenken an den Tag der Befreiung von Auschwitz

Heute, am 27. Januar vor 67 Jahren, wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Nachdem die Nazis zwischen 1940 und 1945 dort und im benachbarten Lager „Auschwitz-Birkenau“ 1,1 Millionen Menschen ermordet hatten, fanden die alliierten Soldaten dort ca. 7 000 physisch und psychisch völlig ausgezehrte Überlebende vor. Zuvor hatte die SS ab dem 17. Januar 60 000 Häftlinge, darunter auch etliche aus nahegelegenen Lagern, auf Todesmärschen in Richtung Westen getrieben, um den vorrückenden Truppen der Sowjetunion zu entgehen.

Seit 1959 wird an diesem Tag der Opfer der deutschen Nationalsozialisten gedacht, zunächst jedoch nur in Israel und Großbritannien. Seit 1996 gilt dieses Datum nun auch in der BRD offiziell als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und ist seit 2005 „Internationaler Holocaust-Gedenktag“. Dennoch ist am 27. Januar häufig erschreckendes Desinteresse in weiten Teilen der Bevölkerung festzustellen, wenn es darum geht, sich mit diesem Datum, dem Nationalsozialismus und dessen Ursachen zu beschäftigen. Stattdessen ist häufig zu hören, es müsse doch einmal ein Schlussstrich unter diesen Teil der Geschichte gezogen werden, schließlich sei Deutschland eine geläuterte Nation. Nicht selten wird die mangelnde Auseinandersetzung auch damit entschuldigt, damals noch nicht gelebt zu haben. Eine kritische Reflexion der eigenen Überzeugung findet also nicht statt. Solange Sachsens Innenminister Ulbig konstatiert, Antifaschismus könne nicht die richtige Antwort sein, ist es natürlich leichter, sich selbst noch immer in der Opferrolle wahrzunehmen und so strömen in Dresden anlässlich des 13. Februars tausende Bürger_innen zu Gedenkveranstaltungen, die sich allein mit der Bombardierung der eigenen Stadt auseinandersetzen und nur notgedrungen in den letzten Jahren anfingen zu erwähnen, warum dies geschah. Es fällt auf, dass hierbei plötzlich nicht mehr von einem Schlussstrich unter der Geschichte die Rede ist, aber sich natürlich nicht konsequent mit dieser auseinandergesetzt und somit einfach übersehen wird, dass Dresden wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Krieg und die nationalsozialistische Bevölkerung auch nicht unschuldig war.

Einige Antifaschist_innen haben jedoch an verschiedenen Orten der Stadt den Versuch unternommen, den Tag der Befreiung von Auschwitz im Alltag in Erinnerung zu rufen und haben große Plakatwerbeflächen sinnvoll genutzt und umgestaltet. Wir fanden Exemplare z.B. am Bischofsplatz, am Zelleschen Weg in der Nähe der SLUB, an der Löbtauer Str. auf Höhe „Löbtau Passage“ und auf der St. Petersburger Str. in Rathausnähe und hatten die Möglichkeit einige zu fotografieren. Hier sind die Bilder: