Archiv der Kategorie: Antifa

Start der Kampagne 13|02 KEINE RUHE!

Heute, am 21.12.2012, startet die antifaschistische Kampagne „13|02 KEINE RUHE! Jeden Opfermythos dekonstruieren – Nazis stoppen!“ mit der Veröffentlichung eines Kurzaufrufs ihre Mobilisierung gegen den Naziaufmarsch am 13.02.2013. Denn auch an diesem Tag plant das neonazistische „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ einen Aufmarsch in Dresden

Verschiedene in Dresden aktive Gruppen und Einzelpersonen beteiligen sich bislang an der Kampagne, wie 129 e.V., Black Wok, AFA, Klatsch Café und URA.

Wir als Kampagne sehen unsere Arbeit darin, diesem geschichtsrevisionistischen und faschistischen Treiben an diesem Tag radikal und offensiv entgegenzutreten.

In den folgenden Tagen wird der vollständige Aufruf der Kampagne veröffentlicht werden und Plakate, Flyer sowie Sticker erhältlich sein. Interessent_innen an Infoveranstaltungen, Mobimatrial etc. finden auf der Homepage der Kampagne entsprechende Kontaktadressen.

Nachdem die letzten Jahre tausende Antifaschisten_innen nach Dresden kamen um den  alljährlichen Naziaufmarsch zu blockieren, werden wir alles daran setzen dies zu wiederholen bis  er Geschichte ist.

Hier der Kurzaufruf:

Am 13.02.2013 wollen in Dresden wieder (Neo-)Nazis marschieren und versuchen die Luftangriffe auf Dresden zu entkontextualisieren, Täter_innen zu Opfern zu machen und ihre menschenverachtende Ideologie auf die Straße zu tragen – so wie sie es an diesem Tag bisher immer tun konnten. Wir werden sie an diesem Vorhaben hindern! Dafür benötigen wir eure Hilfe.

Die letzten drei Jahre haben gezeigt, dass durch das Zusammenspiel verschiedener Aktionsformen Naziaufmärsche erfolgreich gestört oder verhindert werden konnten. Auch die massive Repression gegen linke Strukturen änderte nichts an der Entschlossenheit der Antifaschist_innen. Daran gilt es auch 2013 festzuhalten. Solange in Dresden ein revisionistisches Gedenken praktiziert wird und der Mythos einer unschuldigen Stadt existiert, werden Nazis daran anknüpfen können.

Wir als Kampagne 13|02 – KEINE RUHE! haben uns gegründet, um genau dem radikal und offensiv entgegenzutreten. Wir zählen auf eure Unterstützung, den „Mythos Dresden“ und den „Trauermarsch“ endgültig Geschichte werden zu lassen. Kommt zahlreich und entschlossen!

 KEINE RUHE für Opfermythen!
KEINE RUHE für Neonazis!
KEINE RUHE für die sächsischen Verhältnisse!

Web: https://keineruhe.noblogs.org

Dresden Nazifrei! Kampagnenstart und Aktion

Morgen, den 13. Dezember startet die Kampagne von „Nazifrei- Dresden stellt sich quer“ anlässlich des geplanten Naziaufmarschs am 13. Februar 2013. Wie auch in den letzten drei Jahren mobilisiert das spektrenübergreifende Bündnis, an dem wir uns aktiv beteiligen, zu Blockaden, mit dem Ziel den Naziaufmarsch zu verhindern.

Anlässlich der Veröffentlichung des Aufrufs mit Erstunterzeichner_innen-Liste aus Antifa-Gruppen, Gewerkschaften, Parteien und Einzelpersonen wird am Samstag den 15.12. um 14 Uhr eine Kundgebung am Dr.-Külz-Ring stattfinden, bei der Passant_innen auf das Anliegen der Kampagne aufmerksam gemacht werden sollen. Interessierte sind eingeladen diese Aktion zu unterstützen.

Also auf in die nächste Runde: Kein Fuß Breit den Nazis, Geschichtsrevisionismus stoppen!

Videokundgebung zum 9.November

Am 09. November veranstalteten wir ab 18 Uhr eine Videokundgebung, auf welcher zwei Dokumentationen gezeigt wurden, diese sollten an die bedeutungsschweren Ereignisse der Reichspogromnacht von 1938 erinnern. Die Veranstaltung fand auf der vorderen Alaunstraße, unweit der Stolpersteine zum Gedenken an die aus Dresden deportierte jüdische Familie Blitzblau, statt. Es wurden Redebeiträge zum Thema verlesen und in knapp zwei Stunden 600 Flyer an Passant_innen verteilt, welche sich überwiegend interessiert zeigten. Nicht wenige von ihnen verweilten für längere Zeit bei den Dokumentationen und gaben den Veranstalter_innen positives wie auch konstruktives Feedback. Wir möchten uns hiermit bei den zahlreichen Teilnehmer_innen und freiwilligen Helfer_innen bedanken.

Veranstaltung zum 09. November

Anlässlich des 09. Novembers veranstalten wir eine Videokundgebung, welche auf die Bedeutung des Tages aufmerksam machen soll. Während den meisten Menschen in Deutschland heute wahrscheinlich nur noch der Fall der Berliner Mauer 1989 einfällt, wollen wir an die „Reichspogromnacht“ von 1938 erinnern, in welcher Deutschland eines der scheußlichsten Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung verübte. Zu diesem Thema werden auf der Kundgebung zwei Dokumentationen zu sehen sein. Ein anschließender Redebeitrag wird den Kontext zum nach wie vor latent bis sichtbar vorhandenen Judenfeindlichkeit herstellen.

Die Kundgebung findet ab 18 Uhr auf der Alaunstraße 13, nicht weit vom Albertplatz, statt. Wir laden alle Interessierten und engagierten Personen ein, an der Kundgebung teilzunehmen, dem Vergessen entgegenzuwirken und auf das fortwährend bestehende Problem des Antisemitismus aufmerksam zu machen.

NPD-Tour in Dresden gestoppt! Bullen zeigen wo sie stehen…!

Die „NPD-Brandstifter Tour“ konnte am Donnerstag nicht ungestört in Dresden ihre menschenverachtende Propaganda kundtun. Mehrere hundert Menschen zeigten der NPD was von ihrer Hetze gegen Muslime und Flüchtlinge zu halten ist. Auch die sächsischen und Dresdner Bullen zeigten wieder einmal mehr, wo bei ihnen die Sympathien liegen. 

Am Donnerstagmorgen trafen der NPD-LKW zusammen mit seinen Begleitautos in Dresden-Cotta ein und wurde dort bereits von zahlreichen Gegendemonstrant_innen lautstark begrüßt. Trotz des Beschlusses, dass die NPD ihre Kundgebung nicht direkt vor der Moschee veranstalten dürfe, ließen die anwesenden sächsischen Bullen die Nazis direkt vor dem Eingang der Moschee ihre Hetze abhalten. Jedoch konnten die gut 100 Demonstrant_innen die Reden der NPD-Kader von Holger Apfel und Arne Schimmer durch lautstarken Protest in weiten Teilen übertönen. Wie in Dresden Tradition, stellte sich die Dresdner Stadtverwaltung hinter die sächsischen Bullen und dementierte den Sachverhalt, dass die NPD vor der Moschee Station gemacht habe. An dieser Stelle würden wir der Stadtverwaltung einen Blick auf die zahlreichen Pressefotos empfehlen, welche dies eindeutig belegen sollten.
Nach knapp einer Stunde lautstarkem Protestes entschied sich die NPD ihre Sachen einzupacken und in Richtung Johannstadt aufzubrechen. Desweiteren kam es hinter der Moschee zu einem Angriff von 5 Neonazis auf das Auto eines Aktivisten.

Auf ihrem Weg zum Asylsuchendenheim auf der Florian-Geyer Str. traf der NPD Konvoi am Sachsenplatz dort auf sich teilweise auf dem Weg zur Kundgebung befindliche Antifaschist_innen. Diese entschieden kurzerhand sich auf die Straße zu stellen und mit einer Sitzblockade den Konvoi zu stoppen. Jedoch beschleunigte das erste Fahrzeug der Nazis und die Antifaschist_innen versuchten, bevor sie eine Blockade errichten konnten, von der Straße zu rennen. Der Bus der Nazis steuerte jedoch gezielt in die Gegendemonstrant_innen, um diese anzufahren und zu verletzen. Dabei wurden zwei Personen vom Bus angefahren. Bei diesem Anfahren von Antifaschist_innnen wurde der Seitenspiegel des Busses beschädigt. In diesem Tumult stiegen aus den Begleitfahrzeugen Nazischläger, bewaffnet mit Schlagstöcken, Stangen, Taschenlampen und sogar einer Peitsche, aus und griffen die umstehenden Antifaschist_innen an. Auch von einer sich am Boden befindenden Person wurde nicht abgelassen und weiter auf sie eingetreten. Zu Hilfe eilende Personen wurden von den Nazis ebenfalls attackiert und angegriffen. Eine Person wurde so stark verletzt, dass sie später (nach ihrer Festnahme) im Krankenhaus behandelt werden musste. In diesem Tumult gingen die Heckscheibe und die Seitenspiegel des hinteren Begleitautos zu Bruch. Für die eintreffenden Bullen war die unübersichtliche Situation natürlich sofort klar und so jagten sie mit den Nazis die Antifaschist_innen. Während die angreifenden Nazis derweil noch unbehelligt ihre Waffen verstecken konnten, nahmen die Bullen sofort 15 Personen fest und legten sie zum Teil in Handschellen. Die angreifenden Nazis wurden in Ruhe gelassen und nutzten die Möglichkeit, die Festgenommenen abzufilmen und Fotos zu machen. Während die festgenommenen Antifas einer ausführlichen Leibesvisitation unterzogen wurden, wurden erst später vereinzelt Personalien von den angreifenden Nazis aufgenommen und lediglich ein flüchtiger Blick in den vorderen Bus geworfen. Erst einen Tag später auf dem Weg von Kamenz nach Radebeul wurden die Autos der Nazis und die Insassen vollständig durchsucht.
Nachdem am Donnerstag einige Personalien aufgenommen wurden, konnten die NPD-Schläger ihre Hetztour unbehelligt fortführen. Die festgesetzten Antifas wurden währenddessen mit Kabelbindern gefesselt und mussten mit Bullenbegleitung im Gänsemarsch zur Gesa auf die Schießgasse laufen.
Die Bullen zeigten hier wieder einmal mehr, wo sie die Priorität setzen – nicht etwa bei mit Schlagstöcken und Peitschen bewaffneten Nazis, welche schon in Dresden-Cotta Personen hinter der Moschee attackierten und verletzten, sondern bei unbequemen Antifas.

Mit ca. 1,5 Stunden Verspätung konnte die NPD ihre Hetztour fortsetzten und wurde auf der Florian-Geyer Str. von einem breiten Protest von Antifas bis Zivilgesellschaft lautstark empfangen. Die Stadt zeigte sich auch hier im Vorfeld „äußerst protestfreudig“ und verlegte die für die Kreuzung Pfeifferhannsstraße/Florian-Geyer Str. angemeldete Kundgebung weit in die Pfeifferhannsstraße, wo ein Protest in Sicht- und Hörweite nahezu sinnlos gewesen wäre. Die verschieden Gruppen um das Netzwerk Asyl, Migration, Flucht ließen sich davon jedoch nicht beirren und versammelten sich um die Nazis und konnten so ihren Protest und ihre Botschaften direkt an die Nazis herantragen und diese teilweise sogar mit Eiern und Obst bewerfen.
Die NPD konnte ihre Hetze in Dresden also nicht ungestört veranstalten und wurde von einem breiten Protest begleitet. Die Dresdner Behörden und Bullen zeigten unterdessen wieder einmal, was sie von antifaschistischem Engagement halten und konzentrierten sich zudem  mehr darauf den Protest zu behindern und Antifas zu verfolgen.
Unsere Solidarität gilt den Festgenommenen und Verletzten. Lassen wir uns davon nicht einschüchtern und versuchen auch in Zukunft Nazischeiße zum Desaster zu machen. Gemeinsam, solidarisch  und entschlossen gegen Nazis! Solidarität mit den Betroffenen!
Fotos von den NPD Kundgebungen und dem Angriff auf Antifaschist_innen: http://www.flickr.com/photos/mf-art/sets/72157631903619541/with/8145255900/

An dieser Stelle zwei weitere Artikel:
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