Ni oubli, ni pardon! Kein Vergeben, kein Vergessen!

vujusq4rIn den letzten Wochen verteilten Antifaschist_innen in Dresden Flyer und hingen bei mehreren Veranstaltungen in Dresden ein Solitransparent auf, um auf den Faschistischen Mord an Clément aufmerksam zu machen. Außerdem wurde Geld für die Familie Cléments gesammelt und wird in den nächsten Tagen übergeben. An dieser Stelle der Flyertext:

„Am Mittwoch, den 5.6.2013, wurde der 18-jährige Antifaschist Clément Méric in Paris von Faschist_innen ermordet. Clément und weitere Freund_innen wurden nach dem Besuch eines Klamottengeschäfts auf offener Straße brutal angegriffen. Mit Schlagringen wurde auf Clément eingeschlagen, woraufhin er auf die Straße fiel und mit seinen Kopf gegen einen Stahlpfahl stieß. Clément verstarb auf dem Weg ins Krankenhaus, die Faschist_innen konnten entkommen. Clément war bekennender Antifaschist, welcher sich in verschiedenen linken Gruppen engagierte, um für eine bessere Welt ohne Rassismus, Faschismus und andere menschenverachtenden Einstellungen zu kämpfen. Getötet wurde er, weil er nicht in das eliminatorische faschistische Weltbild der Nazis passte. Es hat einen getroffen, aber gemeint sind wir alle. In großen Teilen Europas sind stetig steigende menschenverachtende Reaktionen zu verzeichnen. Sei es in Frankreich, wo 150.000 Menschen gegen gleichgeschlechtliche Ehen demonstrieren, antiziganistische Angriffe gegen Roma und Sinti in den Osteuropäischen Ländern, oder mordende Nazis welche in jedem europäischen Land Fuss fassen wollen.
Es ist an der Zeit sich den menschenverachtenden Ideologien und ihren Träger_innen offensiv entgegenzustellen. Nur durch ein konsequentes Einschreiten kann den Nazis Einhalt geboten werden.
Auch in Dresden sind neonazistische Übergriffe und/oder Pöbeleien gegenüber Antifaschist_innen, Migrant_innen oder Menschen die nicht in das Weltbild der Nazis passen, alltäglich. Anschläge auf linke Projekte sind keine Seltenheit.

Deshalb fordern wir als Dresdner-Antifaschist_innen, nicht länger wegzuschauen, sondern zu reagieren, auch wenn man selbst von faschistischer Gewalt nicht betroffen ist.

Wir solidarisieren uns mit den Betroffenen faschistischer Gewalt. Wehrt euch gegen faschistische Angriffe und organisiert euch in linken Strukturen.

In Gedenken an Clément und allen weiteren Betroffenen faschistischer Gewalt!

Ni oubli, ni pardon! Kein Vergeben, kein Vergessen!
Antifaschist_innen aus Dresden“

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