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¡No Pasarán! Mobi startet!

Quelle: www.no-pasaran.eu

JETZT ERST RECHT!

Mächtig gebrodelt hat die Gerüchteküche in den letzten zwei Wochen. Vieles deutet daraufhin, dass die bundesweite Großdemonstration der Nazis eine Woche nach dem 13. Februar Geschichte ist. Damit das auch tatsächlich tatsächlich Wirklichkeit wird heisst es jetzt: Dran bleiben!

Nicht locker lassen!

Wir sind 2009 mit dem Anspruch angetreten den letzten bundesweiten Großaufmarsch der Nazis auf den „Müllhaufen der Geschichte“ zu befördern. 2010 haben die Nazis eine Niederlage erlitten, 2011 haben wir ihnen ein Desaster bereitet, machen wir 2012 den Sack zu!

Wir mobilisieren deswegen weiterhin für den 18. Februar nach Dresden. Wir tun dies um den Nazis weiterhin den Raum zu nehmen. Auch wenn vieles darauf hindeutet, dass sowohl JLO als auch NPD und die freien Kräfte, die den regionalen Naziaufmarsch am 13. Februar vorbereiten keinen Naziaufmarsch am 18. Februar durchführen werden, ist nicht auszuschließen das sich doch noch ein/e TrittbrettfahrerIn findet, der am 18. Februar einen Aufmarsch versucht oder das Nazis – einem Trend der letzten Monate folgend – unangemeldete Aktionen in Dresden versuchen. Auch 800 Nazis die versuchen durch Dresden zu marschieren werden wir blockieren. Bilanz gezogen wird nicht jetzt, sondern am Abend des 18. Februar! Zusätzlich rufen wir dazu auf, sich verstärkt an den Aktionen gegen den Fackelmarsch der Nazis am 13.2. zu beteiligen und auch dieses gruselige Treiben für die Nazis zunehmend unattraktiv zu machen.

Antifa – Mehr als nur gegen Nazis!

Am 18. Februar müssen wir auch deshalb eine starke Präsenz in Dresden zeigen, damit die Stadt Dresden nicht in der Öffentlichkeit behaupten kann den Naziaufmarsch mit „Händchen-halten“ in der Menschenkette oder womöglich der diesjährigen „Kundgebung in Hör- und Sichtweite“ verhindert zu haben, so wie sie es bereits 2010 versucht hat. Machen wir deutlich wer gegen alle Widerstände den Naziaufmarsch blockiert hat!

Eine radikale Linke deren Antifa-Politik aus mehr als „Gegen Nazis“ besteht, muss in einer solchen Situation nachsetzen. Falls die Nazis am 18. Februar nicht in Dresden aufmarschieren, findet an diesem Tag eine große antifaschistische Demonstration statt. Hausdurchsuchungen sowohl am 19. Februar selber gegen das Bündnis „Dresden Nazifrei“ als auch später gegen AntifaschistInnen, die Einrichtung einer Sonderkommission, Ermittlungen nach §129, Verfahren gegen Blockierer, Funkzellenüberwachung, IMSI-Catcher, Immunitätsaufhebungen – der sächsische Staat versuchte und versucht sich am großen Rundumschlag gegen die politische Linke. Gleichzeitig können in Sachsen, dem Land mit einer der infrastrukturell und politisch stärksten Naziszenen Deutschlands, jahrelang unbehelligt die RechtsterroristInnen der NSU untertauchen. Gleichzeitig bezeichnen sächsische Richter Nazis als „schützenswerte Minderheit“ während der sächsische Innenminister zu wissen glaubt, das Antifaschismus „keine Lösung“ sei. Die Repression der letzten Monate geht über Sachsen hinaus und trifft viele, die letztes Jahr in Dresden waren. Sie geht uns alle an. Gehen wir eine autoritäre Staatlichkeit dort an, wo sie eine Vorreiterrolle einnimmt: in Sachsen. Die Antwort auf die Repression der letzten Monate muss eine bundesweite Antifa-Demo am 18. Februar in Dresden sein. Verteidigen wir gemeinsam unser Projekt der letzten Jahre und linke Politik im Allgemeinen. Verhindern wir gemeinsam, dass „sächsische Verhältnisse“ Schule machen!

Wie jedes Jahr gilt:
Im Februar Dresden unsicher machen!

Am 13. Februar auf die Straße gegen Opfermythen und den Naziaufmarsch!
Am 18. Februar auf die Straße gegen Nazis, Opfermythen und sächsische Verhältnisse!

Hier der gesamte Aufruf des No Pasarán! Bündnisses

 

 

Mobi zum 13. Februar hat begonnen!

Am 13. Dezember startete die Mobi-Kampage von Dresden Nazifrei und gab damit den Startschuss für die alljährliche Mobi für die Gegenveranstaltungen zu den Naziaufmärschen um den 13. Februar. Die URA ist eine der Erstunterstützerinnen des Aufrufs, den wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten wollen. Demnächst wird natürlich auch die ¡No Pasarán!-Mobi starten, über die wir euch auch zeitnah informieren. Außerdem finden in Dresden bald wieder viele Parties etc. und Blockade-Trainings statt und getreu dem Motto „Bildet Bezugsgruppen“ checkt die Termine. Plakate zur Eigeninitiative können im Infobüro in der „Grünen Ecke“ abgeholt werden.

9. November 2011: Mahnwache zu Novemberpogromen 1938

Im Gedenken an die Opfer der Pogrome im November 1938 hielten die Undogmatische Radikale Antifa (URA) sowie Einzelpersonen des Libertären Netzwerks am 9.11.2011 eine 6-stündige Mahnwache in der Dresdner Innenstadt ab. Gut sichtbar wurde dazu am Doktor-Külz-Ring, im Herzen der Einkaufsmeile, ein etwa 3x4m großes Transparent aufgespannt – darauf zu sehen die beschmierte Ladenfront eines von jüdischen BürgerInnen geführten Geschäfts. Zur akustischen Untermalung der Szenerie wurde das Geräusch von splitterndem Glas eingespielt, passend zu den vor dem Transparent verstreuten Scherben. Dazu wurden 700 Namen von insgesamt 4000 durch die Nationalsozialisten ermordeten Dresdner Jüdinnen und Juden verlesen. Außerdem wurde ein 4-seitiges Infoblatt an PassantInnen verteilt.

Das Ziel war, die DresdnerInnen so wenigstens für einen Moment aus ihrer Shoppinglaune zu reißen und daran zu erinnern, dass der 9. November nicht nur der Tag des Mauerfalls war. Etliche Interessierte blieben stehen, viele nutzten die Gelegenheit auch für ein ausführlicheres Gespräch oder kommentierten die Aktion zustimmend. Eine am 9.11.1938 geborene, zunächst skeptische Passantin brach angesichts der Liste der Opfer in Tränen aus, ein anderer legte eine weiße Rose auf die Scherben vor dem Transparent.

Wie zu erwarten, waren nicht alle Reaktionen so positiv. Einige ließen es sich nicht nehmen, die anwesenden AntifaschistInnen mit dummdreisten Kommentaren wie „Alles Lüge!“ oder „Meine Kinder gehen für euch arbeiten!“ zu bedenken oder das Verlesen von Namen deutscher Opfer des 13. Februar zu fordern.

Bis zum Ende der Mahnwache gegen 16.30 Uhr wurden mehr als 1000 Flyer verteilt.
Positives als auch negatives Feedback verdeutlichten einmal mehr die Notwendigkeit, die Menschen immer wieder mit diesen Geschehnissen zu konfrontieren.